Museen /Städtisches Heimatkundemuseum Jurga
 
 
NameStädtisches Heimatkundemuseum Jurga
 
OrtKemerowo oblast'/Region Jurga/Stadt Jurga
 
Adressepr. Pobedy 1
 
Status des Museums
 
Spezialisierung
 
Offizielle Kontaktinformation652055 Kemerowo oblast’, Jurga, Pr. Pobedy 1
Tel. (+7-38451) 61626
Direktorin: Nina Nikolajewna Dorofejewa
 
Beschreibung des MuseumsDas Museum wurde 1964 gegründet. Zur Zeit wird ein Großteil der Ausstellungsfläche umgebaut, das Museum bietet momentan nur Wechselaustellungen an. Die Ausstellung zur Geschichte der Repressionen im Kreis Jurga nimmt einen Teil eines Saales ein, dort werden Gebrauchsgegenstände von Verbannten gezeigt, sowie Sachen, die in Familien deutscher Deportierter aufbewahrt worden sind: ein Butterfass, eine Gemüsereibe, eine Sitzbank.

Im Jahr 2002 wurde die Wechselausstellung Ausstellung „Ruki, postroivschie gorod” [„Die Hände, die unsere Stadt erbaut haben“] organisiert, die den Kriegsgefangenen, Verbannten und Zwangsumsiedlern gewidmet war. In der Ausstellung wurden eine Karte, Dokumente über das Kriegsgefangenenlager sowie Fotografien von Häusern präsentiert, die Kriegsgefangene erbaut haben. Die Materialien der Ausstellung werden im Fundus des Museums aufbewahrt. Am 5 Oktober 2005 wurde die Ausstellung “Nemzy v Sibiri: stroitel’stvo goroda Iurgi i sud’by spezpereselenzev” [„Deutsche in Sibirien: der Bau der Stadt Jurga und das Schicksal der Zwangsumsiedler“] eröffnet. Die Ausstellung zeigt Materialien aus zwanzig deportierten deutschen Familien, sowohl aus den Beständen des Museums, als auch temporäre Leihgaben. Bei der Eröffnung war der Generalkonsul Deutschlands in Nowosibirsk, Michael Grau, anwesend. Die Materialien aus den Ausstellungen werden im Fundus des Museums gelagert.

Die Sammlung zur Geschichte des Gulag wurde Mitte der 1990er Jahre begonnen, die Sammlung zur Geschichte der deutschen Deportierten 2000. Die Materialien des Fundus sind chronologisch und thematisch sortiert, wobei die Materialien zur Geschichte des Gulag gesondert aufbewahrt werden. Es gibt 20 persönliche Akten, eine Kartei zu den deutschen Deportierten ist angelegt, Befragungen von Alteingesessenen der Stadt Jurga und Augenzeugen der Ereignisse werden aufgezeichnet. Persönliche Fotografien liegen als Leihgaben oder Kopien vor. Ein Sammlung von Dokumentarfotografien – eine seit 1940 geführte Werkschronik der Maschinenfabrik Jurga – stammt aus dem 2002 aufgelösten Werksmuseum (die meisten Fotos sind nicht beschrieben). Der Bestand enthält rund zwanzig Alltagsgegenstände der deutschen Deportieren aus den 1940er und 1950er Jahren (Handarbeiten, Geschirr etc.).

Das Museum leistet heimatkundliche museumspädagogische Arbeit mit Schülern der Stadt, arbeitet mit mit der städtischen „Station junger Touristen“ zusammen und veranstaltet jährliche heimatkundliche Lesungen. Es arbeit mit der Gesellschaft der Deutschen in Jurga „Vosroschdenie“ [„Wiedergeburt“] sowie mit der Landsmannschaft der Rücksiedler aus Jurga in Deutschland zusammen (Leiter der Landsmannschaft ist Josef Zerr, Hannover). Das Museum nahm an der Eröffnung eines Denkmals (eingeweiht im Jahr 2000) und an der Verschönerung des Friedhofes der deutschen Deportierten teil (2002).
 
Webseite?Ja
 
 
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