Museen /Museum des Kriegs-und Arbeitsruhms in der kommunalen “Allgemeinbildenden Oberschule Nr. 34“
 
 
NameMuseum des Kriegs-und Arbeitsruhms in der kommunalen “Allgemeinbildenden Oberschule Nr. 34“
 
OrtKemerowo oblast'/Stadt Taiga
 
Status des Museums
 
Spezialisierung
 
Offizielle Kontaktinformation642400 Kemerowo oblast', Taiga, ul. Kalinina 106
Tel. (+7-38448) 21939
Leiterin – Marina Arkadjewna Gluchich
 
Beschreibung des MuseumsDas Museum wurde 1976 als Museum des Kampf-und Arbeitsruhms gegründet. Dem Museum angeschlossen ist der schulinterne historische Klub „Chronos“. Die Ausstellung des Museums wurde von „Chronos“-Mitgliedern eingerichtet. Das Museum hat eigene Räumlichkeiten – zwei Säle mit insgesamt etwa 50 qm.

Die Dauerausstellung besteht aus fünf Blöcken: “Babuschkin sunduk” [„Großmutters Truhe“], “Istorija mojewo goroda” [„Die Geschichte meiner Stadt“], “Moja schkola” [„Meine Schule“], “Reabilitatsija” [„Rehabilitierung“] und “‘My ispolnili swoi dolg’ (Afganistan, Chechnia)” [„Wir haben unsere Pflicht erfüllt (Afghanistan, Tschetschenien)“].

Der Ausstellungsblock „Rehabilitierung“ (eröffnet 1992) ist der Geschichte des Gulag und der Repressionen in Taiga gewidmet. Er enthält Listen der von Repression betroffenen Bewohner von Taiga und Umgebung. In offenen Vitrinen befinden sich Ordner mit biographischen Materialien (Fotografien, Dokumente, Briefe). Vor dem Hintergrund einer handgemalten Karte der Lager Sibiriens sind persönliche Sachen und Alltagsgegenstände von Deportierten ausgestellt (Koffer, Korb, Stickereien, Bücher, Zeitungen etc.). In der Dauerausstellung befinden sich einzigartige Exponate aus dem Schularchiv, wie z.B. die Broschüre “Kontrol’nye woprosy i otwety isutschaiuschtschim kratkuju biografiju tov. Stalina” [„Kontrollfragen und -antworten zur Kurzbiographie des Genossen Stalin“] oder die Neujahrszeitung der Schule von 1937. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung gilt Zeugnissen der Epoche; es werden Agitationsmaterialien, die Kreiszeitung “Stalinskii put’” [„Der Weg Stalins“] aus dem Jahr 1937 sowie sowjetische Alltagsgegenstände gezeigt. Außerdem gibt es die Installation “Stol partijnowo natschal’nika” [„Kabinett des Parteivorsitzenden“].

Die Sammlung zum Thema Gulag begann das Museum 1989 auf Initiative von M.A. Gluchich. An das Museum wurden Materialien des Schularchives übergeben (Schulwandzeitungen, Fotografien, propagandistisches Anschauungsmaterial aus den 1930er Jahren u.a.). Die Mitglieder des Klubs beschäftigen sich mit mündlicher Geschichte und sammeln bei den Bewohnern von Taiga persönliche Gegenstände, Fotografien und Dokumente. Der Fundus umfasst etwa fünfzig-sechzig Gegenstände, die Sammlung von Personalakten umfasst über dreißig Ordner mit biografischen Materialien, unter anderem das Archiv des ehemaligen Sekretärs der Parteiorganisation der Tomsker Eisenbahn Petr Elisarow sowie Aufzeichnungen von Audio-und Videointerviews mit ehemaligen Gefangenen und Deportierten (sechzehn Stück). Auch die Foto- und Videochronik der Sammlungs- und Vortragsaktivitäten des Klubs „Chronos“ werden im Museum aufbewahrt.

Auf Initiative von „Chronos“-Mitgliedern wurde 1992 ein Denkmal für die Opfer der Repressionen eingeweiht. Das Museum führt Begegnungs-und Erinnerungsabende durch (unter anderem jeweils am 30 Oktober, dem Gedenktag der Opfer politischer Repression), sowie Konzerte mit Rezitationen von Schülern. Im Jahr 2005 fand in der Schule die Konferenz “Tschelowek v totalitarnom reschime” [„Der Mensch im totalitären Regime“] statt. In den Jahre 1992 und 1994 wurden Zweigstellen des SibLag besucht, die sich in der Umgebung von Taiga befinden. Das Museum ist Forschern der Universitäten in Kemerovo und Tomsk mit Informationen behilflich und beantwortet Anfragen des städtischen Sozialamts. Im Jahr 2005 nahm der Klub „Chronos“ an einem historischen Wettbewerb des Kinderhilfswerks von W.K. Gartung teil und wurde mit einem Förderpreis ausgezeichnet.
 
Anfang (Jahr)1989
 
Webseite?Ja
 
 
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